Die Volkspartei der Könizerinnen und Könizer
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Es gilt das gesprochene Wort

Parlamentssitzung 17. Januar 2022
Antrittsrede Parlamentspräsidium
Sehr geehrte Frau Gemeindepräsidentin
Werte Gemeinderäte
Liebe Parlamentskolleginnen und Kollegen
Liebe Familie, Freunde und Gäste hier im Saal und auch zu Hause über Livestream
Ich fühle mich geehrt und bedanke mich herzlich für das Vertrauen, welches ihr mir mit der Wahl
zur Parlamentspräsidentin entgegenbringt - ich nehme die Wahl an!
Mit der Politik – besonders mit der Könizer Kommunalpolitik - kam ich bereits in jungen Jahren in
Kontakt. Da mein Vater damals auch über eine längere Zeit Mitglied in diesem Parlament – damals
noch «Grosser Gemeinderat» genannt – war, wurde am Küchentisch viel über Politik gesprochen.
Und wenn man ein bisschen Interesse an der Politik zeigt, macht man dann die Bekanntschaft mit
hartnäckigen und unermüdlichen Persönlichkeiten und es geht nicht lange und man befindet sich
plötzlich auf so einer Wahlliste…..obwohl ich mich weder als berufene Politikerin sehe und auch
nicht das Bedürfnis habe, im Mittelpunkt zu stehen. Trotzdem kam es so, dass ich am 17. August
2015 als Nachfolgerin von Hans Moser (er ist übrigens der Inbegriff von hartnäckigen und
unermüdlichen Persönlichkeiten) ins Könizer Parlament nachgerutscht bin. Der Zufall wollte es
auch, dass an dieser Sitzung ein Geschäft behandelt wurde, was Oberwangen betraf – es ging um
einen Teilverkauf einer Stammparzelle. Meine Fraktionsgspändli zwängten mir das Fraktionsvotum
für dieses Geschäft auf und ich brachte es tatsächlich fertig, damals an meiner ersten
Parlamentssitzung bereits Gemeinderat Urs Wilk zu verärgern…… Mit der Verärgerung hatte ich
eigentlich keine Probleme, aber die ganze Vorbereitung und das Halten des Votums machte mich
doch schon ziemlich nervös. Noch eine Randbemerkung: das Parlament hat das Geschäft damals
übrigens abgelehnt, was den Gemütszustand des zuständigen Gemeinderats nicht verbessert
hat….
In meiner Fraktion wurde ich gut integriert und musste auch rasch Verantwortung übernehmen.
So war ich in den letzten 6 ½ Jahren gut 5 Jahre in der Finanzkommission, 3 Jahre
Fraktionspräsidentin und die letzten 3 Jahre noch zusätzlich im Parlamentsbüro.
Nun stehe ich hier und halte meine Antrittsrede für das Amt der Parlamentspräsidentin…und ich
bin bestrebt dieses unbefangen und nach bestem Wissen und Gewissen auszuführen. Es werden
auch in diesem Jahr verschiedene Herausforderungen auf dieses Parlament zukommen und wir
werden diese wohl zum Teil mit hitzigen Debatten und auch langwierigen Sitzungen meistern
müssen. Ich werde versuchen, euch ruhig und pragmatisch durch die Sitzungen zu leiten und
wünsche mir, trotz breitem politischem Spektrum und unterschiedlichen Meinungen eine gute
Gesprächskultur, welche mit gegenseitigem Respekt, Anstand und Toleranz geführt wird.
Leider lässt die Corona-Situation es immer noch nicht zu, dass wir uns nach den Sitzungen
untereinander austauschen können, um eventuelle hitzige Diskussionen zu bereinigen.
Die Möglichkeit beim Bier, Glas Wein oder Mineral die Wogen zu glätten und den Zusammenhalt
des Parlaments und dem Gemeinderat zu stärken und besonders einander auch besser
kennenzulernen fehlt sehr und führt zu einer gereizten und oberflächlichen Zusammenarbeit,
welche mir gar nicht gefällt. Somit ist es mein klares Ziel, dass das Parlament – wenn es die
Situation dann zulässt – die Sitzungen wieder im Rossstall abhalten wird. Ich bin von Natur aus, ein
positiv denkender Mensch und versuche in Allem prioritär das Gute zu sehen, deshalb glaube ich
fest daran.
Da ich leider meine Feier auch nicht abhalten konnte und auf später verschoben habe und auch
kein Apéro im Stehen durchgeführt werden darf, findet ihr alle eine abgepackte
Zwischenverpflegung - natürlich aus regionaler Produktion - auf eurem Pult. Das «Züpfemütschli»
oder Znünibrötli und die Trockenwurst vom Angusmuneli sind Produkte vom Wangenhubel, der
Käse ist von einem anderen Könizer Landwirtschaftsbetrieb und auf der Alp Matten in Reutigen
entstanden. Der Süessmoscht und die Früchte kommen von unserem Parlamentskollegen Hänni
Fritz aus Gasel. Ich hoffe, ich habe alle eure Rückmeldungen zu den vegetarischen oder veganen
Varianten erhalten und umgesetzt und ihr könnt es geniessen. Der Apfelsaft sollte in den nächsten
3-4 Tagen konsumiert werden und es würde mich natürlich sehr freuen, wenn die Einte oder der
Andere die Mehrwegglasflasche weiterhin benutzt – vielleicht gerade hier im Parlament um
andere Ressourcen zu sparen……
Ich bedanke mich nochmals für euer Vertrauen und werde mich nun an meinem neuen Platz
einrichten. Am 6. Dezember habe ich via Livestream der damaligen kranken Parlamentspräsidentin
Katja Streiff das Versprechen gemacht, dass sie ihre Abschiedsrede heute hier noch halten kann.
Dieses Versprechen, liebe Katja möchte ich nun einlösen und übergebe dir - mit viel Anerkennung
und einem nochmaligen ganz grossen und respektvollen Dank für deine super geleistete Arbeit im
letzten Jahr - gerne das Wort……
Herzlichen Dank!!


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